Es herrscht wieder Krieg in Europa. Kinderzimmer und Krankenhäuser, Schulen und Marktplätze werden in der Ukraine von der russischen Armee zerstört. Junge Menschen verstecken sich in Bunkern, in Metro-Stationen oder sind auf der Flucht. Die Brutalität der Gewalt kennt keine Grenzen. Es scheint, als sollten die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg und die Grundprinzipien der Friedensordnung in Europa ausradiert werden.

Doch auch die Solidarität ist grenzenlos. Sorgen und Widerstand ebenso wie Hoffnung und Hilfe werden geteilt. Die Gewalt ruft eine Welle des Engagements hervor. Hunderttausende junge Menschen demonstrieren in Berlin, in Paris, in Europa und der Welt. Die Farben der Ukraine sind auch Europäische Farben und des neuen Logos des VDIJB e.V. Unsere Zukunft ist auf das Engste mit der Zukunft Europas verknüpft.

Seit 1995 wurden regelmäßige Jugend- und Fachkräfte- austausche mit dem Maison de Jeunessse in Susse - Tunesien, dem Inter-YOUTH e.V. in Prilep - Neu Mazedonien, dem Jugendclub in Friderickshaven Dänmark, dem Jugendclub Bannewitz bei Dresden sowie verschiedene Projekte in Ghana durchgeführt. Jugendaustausche trugen immer zur interkulturellen Verständigung und zum Frieden zwischen den o.g. Ländern, innerhalb von Europa und mit den Nachbarstaaten der Europäischen Union bei. Seit der Gründung der Internationalen Jugendbegegnung leben wir in Europa und unseren Partnern in Frieden.

Mit dem Angriff auf eine demokratische, souveräne und unabhängige Nation wurde auf vielfache Weise das Völkerrecht brachial gebrochen, darunter auch die 2015 einstimmig vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Resolution 2250 zu „Jugend, Frieden und Sicherheit“. Sie legt dar, wie verheerend es für junge Menschen ist, wenn der Zugang zu Bildung und wirtschaftlichen Chancen zerstört wird. Zugleich leisten junge Menschen einen „wichtigen und positiven Beitrag den Bemühungen zum Erhalt und zur Verbreitung von Frieden und Sicherheit.“ Junge Menschen halten den Schlüssel für eine friedliche Zukunft in der Hand.(siehe auch Gründungsprotokoll des VDIJB e.V. (www.vdijb.de), welches Auszugsweise in die Satzung des VDIJB in 2020 aufgenommen wurde: "Wer sonst, wenn nicht die Jugend, sollte den Mut und die Kraft dazu finden, die Freundschaft zwischen den Völkern lebendig werden zu lassen. Wenn gerade die Jugend einen unkomplizierten und offenen Umgang miteinander pflegt; wenn man sich kennt und schätzt, dann ist der Frieden viel leichter zu gewährleisten. Deshalb sind wir der Meinung, dass Internationale Jugendbegegnungen schon zu Hause vor der eigenen Tür beginnen müssen!"
Gemeinsam müssen wir es jeder neuen Generation in Deutschland, Frankreich und Europa ermöglichen, das einzigartige Geschenk des Friedens zu erfahren. Wir müssen sowohl die Begeisterung der Jugend Europas für das europäische Einigungsprojekt erhalten, und sie unterstützen und befähigen, unsere Demokratien mitzugestalten. Diese dramatischen Ereignisse stellen die Frage nach der Teilhabe und Partizipation junger Menschen erneut in den Mittelpunkt. Es ist unverzichtbar, dass jeder junge Mensch im Verlauf seiner Jugend Freunde in einem anderen europäischen Land finden kann. Denn Jugendaustausche schaffen Frieden.
Auch das christlich geprägte Europa hat eine besondere Bedeutung; besonders die nach außen gekennzeichneten (C) Christlichen Parteien und deren EntscheidungsträgerInnen sollten sich mit der Kern-Aussage der Bergpredigt des arramäischen Jesus intensiv beschäftigen:

" Frieden ist nur mit friedlichen Mitteln zu erreichen!"

Mehr denn je sind jetzt Hilfe und Solidarität geboten: zwischen Städtepartnerschaften, zwischen Partnerschulen, zwischen Freunden, unter Mitmenschen. Geflüchtete junge Menschen sollen, soweit möglich, auch in Austauschprojekten willkommen geheißen werden. Ebenso gilt es, die Anrainerstaaten der Kriegsregion zu unterstützen und die zivilgesellschaftlichen Verbindungen zu stärken. Ebenso gilt es, russischstämmige Kinder und Jugendliche vor Diskriminierung zu schützen. In einer Zeit der Ungewissheiten ist eines sicher:

Europa ist und bleibt ein Friedensversprechen
Bearbeitet und ergänzt von Lothar Wypyrsczyk, des Berichtes von Tobias Bütow und Anne Tallineau,
Generalsekretäre des DFJW (Deutsch-Französuschen Jugendwerk) zur Lage der Internationalen Jugendbegegnungen in Europa.
INTERNATIONALE JUGENDBEGEGNUNGEN UND KRIEG IN DER UKRAINE
Stellingnahme von "JUGEND FÜR EUROPA" zum Ukraine Krieg - und Europäische Freiwillige
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INTERNATIONALER OFFENER JUGENDTREFF
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BERATUNG UND BETREUUNG VON JUGENDLICHEN,
JUNGEN ARBEITSLOSEN
 UND JUNGEN MENSCHEN MIT UND OHNE FLUCHTHINTERGRUND
Freier, gemeinnütziger Träger der Jugendhilfe nach § 75 KJHG SGB XIII