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Wer zum ersten Mal nach Kinderhaus kommt, nimmt den Stadtteil in Münster als grünen, lebenswerten Stadtteil wahr – und das Erstaunen ist darüber groß, wie schön es hier eigentlich ist. Eingebettet in die Münsterländer Parklandschaft liegt der Stadtteil Kinderhaus rund 4 Kilometer nördlich der Münsteraner Innenstadt.

Heute leben rund 15000 Menschen in Kinderhaus. Im Nord-Osten befindet rund um die St. Josefs-Kirche der älteste Teil. Im Nord-Westen befindet sich die sog. Nord-West-Schleife mit ihrer dichten Hochhausbebauung. Der Süden des Stadtteils ist von Einzel- und Mehrfamilienhäusern sowie einigen größeren Wohnkomplexen geprägt. In der Mitte des Stadtteils befindet sich schließlich das Kinderhauser Zentrum mit dem Bürgerhaus, das zugleich Mittelpunkt des gesellschaftlichen und politischen Lebens im Stadtteil ist.

Eine kurze Geschichte des Stadtteils Kinderhaus

Die Geschichte des Stadtteils begann 1333, als gegenüber der heutigen Pfarrkirche St. Josef ein Leprosenhaus gegründet wurde. Weit entfernt von der Stadt Münster wurden hier leprakranke Menschen untergebracht. Es war der „armen kinderen hus“, woraus bald der Name für die entstehende Siedlung wurde – Kinderhaus.

Über Jahrhunderte beschränkte sich die Entwicklung auf den kleinen Bereich um die Kirche. Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert kam die Entwicklung des heutigen Stadtteil in Fahrt. 1932 entstanden Hasenbusch- und Erlenkampsiedlung, 1936 wurde der Janningsweg bebaut. Es folgten die Salzmannsiedlung (1952), die Konermannsiedlung (1954), Ende der 1950er-Jahre wurden der Alte und Neue Heidkamp bebaut, 1962 eröffneten schließlich an der der Grevener Straße die ersten Geschäfte. Zudem entstehen in dieser Zeit das Inselviertel als Siedlung für die britische Armee. Britische Soldaten und ihre Familie wohnten hier bis 1991.

Schon in den fünfziger Jahren zeichnete sich jedoch ab, dass diese kleinteilige Entwicklung nicht fortgesetzt werden konnte. Zu Beginn der 1960er-Jahre wurden erste Überlegungen bekannt, im Westen von Kinderhaus eine große Wohnsiedlung zu errichten. Zwischen 1972 und 1975 wurden schließlich in dichter Bebauung fast 1500 Wohneinheiten in 6- bis 12-geschossigen Hochhäusern in der Nord-West-Schleife erreichtet. Leider wurde bei der Planung kaum an die Menschen gedacht, die hier wohnten. Die folgenden Jahre musste immer wieder nachgebessert werden, weil sich die Nord-West-Schleife zu einem sozialen Brennpunkt entwickelte.

Bis zum Ende der siebziger Jahre zeigen die Stadtpläne von Kinderhaus eine seltsam anmutende Lücke, an der Stelle, wo heute das Zentrum Kinderhaus mit dem Bürgerhaus steht.

Erst in den Jahren 1980 bis 1984 entstand das Kinderhauser Zentrum mit weiteren Wohnungen, Geschäften und Dienstleistungen, Grünanlagen, Tiefgaragen, der evangelischen Kirche und dem Bürgerhaus mit seinem vielfältigen Angebot.

In prominenter Lage zwischen der »Nordwestschleife« und den älteren Teilen von Kinderhaus wurde das Zentrum zum wahrhaften Mittelpunkt des Stadtteils, dessen Gesicht sich in den letzten Jahrzehnten so radikal geändert hatte. Die erste Erweiterung im Süden, wo sich heute der Aldi-Markt und die Kinderhauser Abteilung des Jobcenters befindet und die im Bau befindliche zweite Erweiterung stellen den vorläufigen Abschluss der Kinderhauser Geschichte dar.

Sehenswürdigkeiten

Quelle: Wir in Kinderhaus!

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