VDIJB e.V.

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Der VDIJB e.V. ist in drei großen Bereichen tätig, die auch die Arbeitsgrundsätze kurz gefaßt wiedergeben.

Internationale Jugendarbeit/Jugendbegegnungen:
„Jede Begegnung ist eine Bereicherung“

Bildungs- und Integrationsprogramme mit arbeitslosen Jugendlichen und Asylbewerbern und Migranten:
„Ohne Bildung keine Chancen“

ERASMUS + Europäischer Freiwilligendienst:
„Etwas für Andere tun in ganz Europa“

Der Ausgangspunkt und Veranstaltungsort aller Aktivitäten sind die Clubräume des VDIJB e.V. im Wohnheim Grevenerstraße 217 der Stadt Münster, welches mit einem Offenen Jugendtreff aufwartet. Dazu gehören ein kleines Cafe, ein Schulungsraum für Sprachen, PC-Kurse und Web, eine kleine Fahrradwerkstatt und eine große Außenfläche mit Gartencafe und Volleyballplatz.

Öffnungszeiten des Offenen Treff für junge Menschen von 16 – 28 Jahre mit Web und Cafe sind: Montag – Freitag von 17 – 22 Uhr.

Fahrradwerkstatt
Sonntags 14 – 16 Uhr oder 10 – 12 Uhr, nur für Workshopteilnehmer nach vorheriger Anmeldung.

Zu allen Kursen wie Deutsch für Anfänger, PC Kurse, Kreativ-und Gestaltungskurse – Farbe-Papier-Metall, sind vorherige Anmeldungen erforderlich.

Ebenso werden alle internationalen Begegnungen jedes Jahr offen ausgeschrieben und sind für männliche und weibliche TeilnehmerInnen ab 16 Jahre zugänglich.

Der EUROPÄISCHE Freiwilligendienst ist für alle zwischen 17 und 28 Jahren.

An allen Kursen können Asylbewerber, Arbeitslose Jugendliche, Studenten und Schüler teilnehmen.

 
Selbstdarstellung des Vereins

Der VDIJB e.V. wurde 1995 von 28 deutschen und 25 ausländischen Jugendlichen aus dem Brennpunktstadtteil Münster-Kinderhaus gegründet. Die Jugendlichen eines städtischen Jugendzentrums des Stadtteils wollten die internationale Jugendbegegnung selbstständig und in eigener Regie gestalten. Alle Jugendlichen hatten von dem Kindergartenalter an in ihrem Stadtteil durch das Zusammenleben mit über 35 verschiedenen Nationalitäten große Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichsten Kulturen und Religionen. So stellten sie auch sofort mit Beginn ihrer Aktivitäten das Motto voran: „Internationale Begegnung fängt vor der eigenen Haustür an!“

Der „VDIJB – Verein zur Förderung der internationalen Jugendarbeit und Projekte“ ist seit 1995 anerkannter freier Träger der Jugendhilfe nach § 75 KJHG in Münster und ist seitdem sowohl lokal, als auch überregional und international in der Jugendarbeit tätig. Die Ziele des Vereins sind unter anderem die Förderung der nationalen und internationalen Jugendarbeit, die Hilfe für Migranten /-innen, das Anbieten von Bildungs- und Integrationskursen, die Förderung des Völkerverständigungsgedankens und die Chancengleichheit von Jungen und Mädchen, unabhängig von ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit. Bei vielen Jugendlichen spielt gerade in der heutigen Zeit auch die „europäische Dimension in der Jugendarbeit“ eine immer größere Rolle: Etwas für andere tun!
Der VDIJB e.V. ist zurzeit lediglich als Entsendeorganisation für den Europäischen Freiwilligendienst “ERASMUS+“ akkreditiert.

Hintergrund der regulären Arbeits- und Besucherstruktur im VDIJB e.V.

Der Einzugsbereich des VDIJB e.V. besteht aus den drei nördlichen Stadtteilen Münsters (MS-Kinderhaus, MS-Coerde und MS-Sprakel), in denen etwa 27.000 Menschen wohnen. Die Stadtteile MS-Kinderhaus und MS-Coerde sind zudem als Brennpunktstadtteile markant. Dort, an der Grevener Straße 217, befindet sich auch das Vereinshaus des VDIJB als Basis und Ausgangspunkt aller Projekte, von wo aus alle Aktivitäten geplant, organisiert und durchgeführt werden. Das Vereinshaus mit einem 2500 qm großen Außengelände befindet sich auf einem Großgelände, auf dem sich auch ein Wohnheim für Asylbewerber der Stadt Münster befindet, in dem junge alleinstehende Menschen aus 12 verschiedenen Nationen untergebracht sind. Außerdem frequentieren viele Jugendliche aus dem weiteren Umfeld des Vereins die regelmäßigen Angebote, wie Sprachkurse, Fahrradwerkstatt zur Selbstmontage, die offenen Treffs, Tagestouren mit dem Fahrrad und viele Exkursionen zu historischen Plätzen. Besondere Angebote zur Integration von jungen Asylbewerbern bestimmen einen Großteil der Aktivitäten.

Unsere Zielgruppen

Die „soziale Gruppenarbeit vor Ort“ schließt viele Zielgruppen von jungen Menschen ein, die sich an einer breitgefächerten Angebotspalette orientieren und freiwillig daran teilnehmen. Unsere Angebote sind:

  • für Jugendliche ab 14 Jahren, mit und ohne Migrationshintergrund, als Entwicklungsinstrument zur nachhaltigen Verbesserung der individuellen Lebens- und Berufsplanung und des Sozial- und Freizeitverhaltens
  • für Schulabgänger von Haupt-, Realschulen und Gymnasien, ohne konkrete Lebensplanung, die bei der Berufswahl oft wenig Chancen haben, trotz guten Schulabschlusses und mehrsprachiger Bildung
  • für Benachteiligte, insbesondere im sozialen, Bildungs- und Kulturbereich

Unsere Angebotspalette steht das ganze Jahr, unabhängig von den Schulferien, zur Verfügung und es ist jederzeit möglich in ein Programm oder Projekt einzusteigen. Die Teilnahme an allen Angeboten ist immer auf freiwilliger Basis und soll sich mit oder ohne Unterstützung und Hilfe der Betreuer, Ehrenamtlichen oder Fachreferenten auch nach Ende des offiziellen Projektzeitraums positiv für die Teilnehmer auswirken. Das Weiterführen von Projekten steht den teilnehmenden natürlich jederzeit offen.

Die Gruppe – als Basis der Projekte

Bei jedem Gruppentreffen steht zunächst das Kennenlernen der anderen Teilnehmer im Vordergrund. Außerdem soll jeder in seiner Bereitschaft gestärkt werden, sich gegenseitig zu helfen und sich selbst auch helfen zu lassen. Alle Aktivitäten innerhalb des Projektes werden mit den Teilnehmern im Vorfeld gemeinsam erarbeitet und zusammengestellt. Dabei sind Ideen und konkrete Vorstellungen der Teilnehmer ausdrücklich erwünscht, wodurch jedes Programm individuell auf die Gruppe zugeschnitten wird.
Diese Erarbeitungsphasen werden durch die Projektbetreuer geleitet, sodass jeder Teilnehmer Raum zur Beteiligung bekommt. Die eingebrachten Ideen sollen sich auch schon nach den eigenen Interessen und möglichen Berufsvorstellungen richten, damit im Laufe des Projektes und nach dessen Abschluss eine klarere Vorstellung der weiteren persönlichen Lebens- und Berufsplanung vorhanden ist. Nach jeder Aktivität oder Exkursion ist ein gemeinsames Feedback obligatorisch, wobei die Auswertungen des Tages in einer PC-Präsentation zusammengestellt werden, die durch die Jugendlichen mit oder ohne Hilfe eines Mitarbeiters oder Referenten erstellt wird. Nach Zustimmung aller Beteiligten können die Ergebnisse dann auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hierbei kann dann beispielsweise eine möglicherweise bereits entstandene Pressegruppe selbstständig tätig werden.

Betreuer und Helfer, sowie verschiedene Referenten der Bereiche Medien, Umwelt, internationale Zusammenarbeit, Gesprächsrunden, Berufsvorbereitung, Öffentlichkeitsarbeit usw. begleiten die Teilnehmer während des gesamten Projektes und stehen für jeden zur themenorientierten Gesprächsführung bereit. Am Ende des Projektes erhält jeder Teilnehmer bei kontinuierlicher Mitarbeit im ganzen Jahr ein Zeugnis, eine Bescheinigung, Zertifikat, Youth Pass oder ähnliches.

Projekte

Alle Angebote und Projekte sollen allen Beteiligten zuerst Spaß machen und in einer lockeren Atmosphäre stattfinden. Gemeinsam erarbeitete Arbeitsziele und Absprachen sind jedoch für alle dabei verbindlich und die gemeinsam durchgeführten Unternehmungen und Aktionen werden im regelmäßigen Gruppen- und Einzelfeedback erörtert. Dadurch sollen die Lernziele, Beteiligungen und Ausführung der Projekte sollen so für alle transparenter werden. Ein Feedback ist dabei keine abgeschlossene Veranstaltung, sondern soll neue und interessante Aspekte aufzeigen und so für neue Aktionen motivieren.

Ziele aller Aktivitäten

Integration: Alle Aktivitäten werden in der Gruppe erarbeitet und dienen der Förderung der Selbstständigkeit, dem Einbringen von eigenen Ideen, Wünschen und Gefühlen, dem Abbau von Ängsten, sich mitteilen zu können und Zukunftsziele und Wege für sich selbst zu formulieren und schriftlich niederzulegen.
Teamarbeit mit Jugendlichen aus unterschiedlichsten Nationen wird bewusst formuliert, eingesetzt und die Vorteile im Feedback herausgestellt.
Zusammenarbeit in der Gruppe: „Gemeinsam erreichen wir mehr“ Teamwork, Aufgaben aufteilen und delegieren zu können muss oft erst erlernt werden, um gute Gruppenerfolge zu erfahren, wodurch dann auch das eigene Selbstwertgefühl gestärkt wird.
Aktive Mitarbeit: andere Ausreden lassen, Zuhören lernen, positive Kritik äußern, negative Kritik an der eigenen Person aushalten und ertragen können, demokratische Entscheidungsprozesse mit gestalten und erleben und dabei den eigenen Standpunkt vertreten können
Abbau von Vorurteilen: auf andere Zugehen lernen, sich aktiv am Abbau von Konfliktsituationen in der Projektgruppe beteiligen, Themendiskussionen über selbst gewählte Fragen, wie zum Beispiel: Was zeichnet eine multikulturelle Gesellschaft aus?
Freundschaften schließen: ausgewogene Nähe und Distanz aufbauen. Freundschaften schließen mit Menschen mit Migrationshintergrund und nicht nur mit Menschen der eigenen Volksgruppe.

Zusätzliche Freizeitangebote

Körperliche Betätigung durch offene Sportangebote. Das Außengelände des Vereins bietet eine echte Tischtennisplatte, eine Streetballanlage und ein Volleyballfeld. Aktivitäten unserer Jugendlichen auf den öffentlichen Fußballplätzen des Stadtteils ziehen immer wieder neue Jugendliche an. Hieran beteiligen sich auch sehr oft Jugendliche aus benachteiligten Randgruppen. Außerdem wird wöchentlich montags in der Zeit von 20-22 Uhr ein öffentlicher und kostenloser Kegelabend im Bürgerhaus Kinderhaus angeboten.

Etwas für andere tun

Einmal in der Woche findet eine öffentliche Fahrradreparaturwerkstatt unter Mithilfe der Jugendlichen statt. „Aus alt mach neu“ ist eine ständige Aktion gegen das „Schwarzfahren in öffentlichen Verkehrsmitteln“. Wir reparieren dabei Fahrräder in der eigenen Fahrradwerkstatt. Die Reparaturarbeiten an Fahrrädern und Kinderwagen sind kostenlos, wenn die Ersatzteile selbst besorgt werden können und sind daher besonders für kinderreiche Familien ein willkommenes Angebot. Diese Aktion wirbt besonders für das o.g. Projekt in der unmittelbaren Umgebung des Vereinshauses, weil hier deutsche und ausländische Jugendliche zusammen arbeiten und etwas für andere tun.

Tagesfahrten

Einmal im Monat findet ein Tagesausflug zu kulturellen Orten und unterschiedlichen Berufs- und Bildungsbetrieben, wie Technologiehöfe, Handwerksbetriebe oder Handwerkskammer, statt. Die Ziele der Ausflüge werden mit den Teilnehmern abgesprochen und gemeinsam gefunden.

Wochenendfahrten

Alle drei Monate sucht sich die Gruppe gemeinsam einen Ort in NRW aus, wo sie in einer Jugendherberge oder einem Selbstversorgerhaus das Wochenende verbringen können. Die Wochenenden dienen der Vertiefung der geschlossenen Freundschaften und dabei Vertrauen und gegenseitige Akzeptanz aufzubauen. Diese Wochenenden werden von den Jugendlichen gemeinsam vorbereitet und erarbeitet.
Dabei geht es vor allem um das Sammeln von Informationen über den Ort, Landschaft, DJH und kulturelle Besonderheiten. Eine Teilnahme an Veranstaltungen, bei Vereinen, Initiativen oder Besichtigungen vor Ort wird ermöglicht.

Beschäftigung mit der Berufswahl

Je nach Bedarf und Notwendigkeit, beispielsweise wenn ein Teilnehmer ein konkretes Interesse an einem Ausbildungsplatz gefunden hat, werden in der Gruppe die notwendigen Unterlagen für eine Bewerbung, wie Lebenslauf, Motivationsschreiben und Zeugnisse, erarbeitet und zusammengestellt. Dabei kann jeder mithelfen.

Anleitung durch fachkundige Mitarbeiter/Referenten

Das Leitungsteam des VDIJB besteht aus einem Diplom-Sozialpädagogen, einer Diplom-Sozialarbeiterin, zwei ausgebildeten Jugendgruppenleitern, zwei Betriebswirten, einem Rechtsanwalt und zwei freischaffenden Künstlern. Alle Fachmitarbeiter haben eine eigene Angebotsstruktur im Jahresablauf des Programms. Aus diesem ehrenamtlichen Mitarbeiterkreis bildet sich jeweils für jede Zielgruppe, auch für den EVS, eine spezielle Arbeitsgruppe. Mitglieder des Vereins, aber auch sonstige ehrenamtliche Mitarbeiter, die einen Teil ihrer Freizeit opfern wollen, sind herzlich willkommen zum Mitmachen. Die Arbeitsfelder Freizeitsport, Kurse, Fahrradwerkstatt, Stadtexkursionen, Arbeits- und Wohnungssuche u.v.a. mehr, bieten viele ehrenamtliche Betätigungsfelder.

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